SIWENOID v2 — Einbruchmeldesystem
Diese Seite beschreibt, wie SIWENOID v2 Einbruchmeldesysteme darstellt und verwaltet. Sie behandelt die Datapoint-Hierarchie-Struktur für Einbruchzentralen, wie die Geräteverbindung überprüft wird, wie Zonenbefehle und -zustände verwendet werden und wie die Ansicht „Group & Zone States“ genutzt wird, um einen umfassenden Überblick über die gesamte Einbruchinstallation zu erhalten.
SIWENOID v2 integriert Einbruchmeldezentralen verschiedener Hersteller (z. B. Bosch SPC, Galaxy Dimension, Paradox, Aritech und andere) über dedizierte Subsystem-Treiber. Unabhängig vom Hersteller bildet SIWENOID v2 die Struktur der Einbruchzentrale in einer einheitlichen Hierarchie aus Containern, Partitionen (Gruppen) und Zonen ab. Diese einheitliche Darstellung stellt sicher, dass die Bedienoberfläche und der Engineering-Workflow für alle unterstützten Zentralentypen gleich ist.
Die zentralen Strukturelemente eines Einbruch-Subsystems in SIWENOID v2 sind:
- Container — der oberste Knoten, der die angeschlossene Einbruchzentrale oder das Kommunikationsgerät darstellt. Ein Container entspricht einer physischen Zentralenverbindung.
- Partition (Gruppe) — eine logische Gruppierung von Zonen innerhalb der Zentrale. Partitionen werden typischerweise verwendet, um ein Gebäude in unabhängig scharf schaltbare Bereiche zu unterteilen (z. B. Erdgeschoss, erstes Stockwerk, Serverraum). Eine Zentrale kann je nach Konfiguration eine oder mehrere Partitionen enthalten.
- Zone — ein einzelner Meldekreis, der an die Zentrale angeschlossen ist. Eine Zone entspricht typischerweise einem Melder, einem Türkontakt, einem PIR-Sensor oder einem ähnlichen Feldgerät. Zonen sind die Blattknoten der Einbruchshierarchie.
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Geräteverbindung überprüfen
Nach der Konfiguration einer Einbruchzentrale als Subsystem in SIWENOID v2 besteht der erste Schritt darin, zu überprüfen, ob die Kommunikation zwischen SIWENOID und der Zentrale aktiv ist.
Öffnen Sie den Datapoint-Hierarchie-Bildschirm und navigieren Sie im physischen Baum zum Device-Knoten der Einbruchzentrale. Wählen Sie diesen Knoten aus, um seine Informationen in den rechten Panels anzuzeigen.
Im unteren rechten Bereich des Bildschirms wird der aktuelle Verbindungsstatus angezeigt. Wenn die Kommunikation hergestellt ist und der Treiber korrekt arbeitet, wird ein „connected“-Status angezeigt. Wenn das Gerät nicht verbunden ist oder ein Kommunikationsfehler vorliegt, wird stattdessen ein Fehlerstatus angezeigt.
Ein „connected“-Status auf Geräteebene bestätigt, dass SIWENOID v2 aktiv Daten von der Zentrale empfängt. Zonenstatus, Partitionzustände und Befehle funktionieren nur korrekt, wenn das Gerät als verbunden angezeigt wird.
Zonenbefehle und -zustände
Beim Auswählen einer einzelnen Zone im Datapoint-Hierarchie-Baum werden rechts drei Panels angezeigt:
1 — Zonen (Datapoint-Auswahl)
Der Baum auf der linken Seite ermöglicht die Auswahl jeder Zone, Partition oder jedes Geräteknotens innerhalb des Einbruch-Subsystems. Der ausgewählte Knoten bestimmt, welche Informationen, Zustände und Befehle in den rechten Panels angezeigt werden. Zonen sind unter ihrer übergeordneten Partition aufgeführt, Partitionen unter ihrem Geräte-Container.
2 — Treatments (mögliche Zustände)
Das Treatments-Panel zeigt alle Zustände, die die ausgewählte Zone annehmen kann. Die verfügbaren Zustände hängen vom Zonentyp und den Fähigkeiten des verbundenen Treibers ab. Typische Zonenstatus sind:
- Normal — die Zone befindet sich im Ruhezustand, kein Alarm oder Fehler aktiv.
- Alarm — die Zone wurde ausgelöst und befindet sich im Alarmzustand.
- Voralarm — einige Zentralen unterstützen einen Voralarmzustand vor einem vollständigen Alarm (z. B. nach Auslösung eines ersten Melders vor der Bestätigung durch einen zweiten).
- Sabotage — der Melder oder die Verkabelung der Zone wurde manipuliert.
- Störung — ein technischer Fehler liegt im Zonenkreis vor (z. B. Unterbrechung, Kurzschluss oder Gerätestörung).
- Ausgeklammert — die Zone wurde manuell aus der Überwachung entfernt. Während dieser Zeit werden Alarme nicht verarbeitet.
- Scharf / Unscharf — gilt für Partitionen; zeigt an, ob der Bereich aktuell scharf (überwacht) oder unscharf (nicht überwacht) ist.
Der aktuell aktive Status der ausgewählten Zone ist im Treatments-Panel hervorgehoben. Beim Überfahren eines Statussymbols wird ein Tooltip mit Name und Beschreibung angezeigt.
3 — Befehle
Das Commands-Panel zeigt alle Operationen, die über den SIWENOID v2-Treiber an die ausgewählte Zone oder Partition gesendet werden können. Verfügbare Befehle hängen vom Datapoint-Typ und den Fähigkeiten der Zentrale ab. Typische Befehle sind:
- Scharfschalten — schaltet die ausgewählte Partition scharf und aktiviert die Alarmüberwachung aller enthaltenen Zonen.
- Unscharfschalten — deaktiviert die Überwachung der Partition.
- Zone ausklammern — entfernt die Zone aus der aktiven Überwachung (z. B. bei Wartung oder Störung).
- Zone einschließen — reaktiviert eine zuvor ausgeklammerte Zone.
- Alarm zurücksetzen — setzt einen aktiven Alarmzustand zurück, abhängig von der Logik der Zentrale.
Zum Senden eines Befehls klicken Sie auf das Symbol neben dem jeweiligen Befehl. Der Befehl wird sofort über den Treiber an die Einbruchzentrale übertragen. Das Ergebnis wird nach Rückmeldung der Zentrale im Status der Zone angezeigt. Alle Befehle werden im Ereignisprotokoll mit dem Benutzernamen des ausführenden Operators gespeichert.
Ansicht „Gruppen- und Zonenstatus“
Zusätzlich zur Einzelprüfung von Zonen über die Datapoint-Hierarchie bietet SIWENOID v2 eine dedizierte Ansicht „Group & Zone States“, die den Status aller Partitionen und Zonen im Einbruch-Subsystem gleichzeitig darstellt. Diese Ansicht ist das empfohlene Werkzeug, um einen vollständigen Betriebsüberblick über die gesamte Einbruchinstallation auf einmal zu erhalten.
Um diese Ansicht zu öffnen, klicken Sie im Hauptbildschirm auf den +-Button am oberen Rand eines beliebigen Workspace-Panels. Ein Popup-Menü erscheint — wählen Sie Intrusion und anschließend eine der verfügbaren Unteransichten:
- Group states — zeigt ausschließlich den Status aller Partitionen (Gruppen).
- Zone states — zeigt ausschließlich den Status aller Zonen.
- Group & Zone states — zeigt Partitionen und zugehörige Zonen gemeinsam in einer kombinierten Ansicht. Dies ist die umfassendste Ansicht und wird für allgemeine Engineering- und Monitoring-Aufgaben empfohlen.
Die Ansicht „Group & Zone States“ zeigt alle Elemente des Einbruch-Subsystems in einer strukturierten Liste. Jede Zeile enthält folgende Informationen:
- 1 — Im physischen Hierarchiebaum anzeigen — durch Klicken auf dieses Symbol wird zum ausgewählten Element im physischen Datapoint-Hierarchiebaum navigiert. Dies ermöglicht es, eine Zone schnell im vollständigen Baum zu lokalisieren, nachdem sie in dieser Übersicht identifiziert wurde, z. B. um die detaillierte Ereignishistorie zu prüfen oder einen Befehl zu senden.
- 2 — Befehle — die gleichen Befehle wie im einzelnen Zonen-Commands-Panel sind auch direkt in dieser Ansicht pro Zeile verfügbar. Dadurch kann der Ingenieur jede Zone oder Partition scharf-/unscharfschalten, ausklammern oder wieder einschließen, ohne die Übersicht zu verlassen.
- 3 — Status — der aktuelle Betriebsstatus jedes Elements (Partition oder Zone) wird hier angezeigt. Dadurch erkennt der Ingenieur sofort, welche Bereiche scharf geschaltet sind, welche Zonen ausgeklammert sind und ob Störungen oder Alarme im gesamten System aktiv sind.
- 4 — Partitionsname — der in SIWENOID v2 konfigurierte Name der Partition (Gruppe).
- 5 — Zonenname — der in SIWENOID v2 konfigurierte Name der Zone.
- 6 — Containername — der Name des physischen Geräte-Containers (der Zentrale), zu dem diese Partition oder Zone gehört. Dies identifiziert, aus welcher physischen Zentrale das Element stammt, was besonders in Installationen mit mehreren Einbruchzentralen an einem SIWENOID v2-Server wichtig ist.
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