Verwendung des Datapoint Hierarchie Screens
Diese Seite erklärt den Datapoint-Hierarchie-Screen im Detail — wie der Baum strukturiert ist, welche Informationen für jeden Datapoint angezeigt werden, wie die Status- und Befehls-Panels gelesen und verwendet werden und wie die ereignisbasierte Historie pro Datapoint interpretiert wird. Der Datapoint-Hierarchie-Screen ist das wichtigste Werkzeug für Ingenieure, um einzelne Punkte in den verbundenen Sicherheits-Subsystemen zu prüfen, zu diagnostizieren und zu steuern.
Ein Datapoint in SIWENOID v2 repräsentiert einen einzelnen physischen oder logischen Überwachungs- oder Steuerpunkt — zum Beispiel einen Melder, eine Zone, einen Türkontakt, einen Relaisausgang oder eine Zentrale. Jeder Datapoint besitzt einen Typ, einen Status und eine Reihe möglicher Befehle. Der Hierarchie-Screen organisiert alle Datapoints in einer navigierbaren Baumstruktur, sodass der Ingenieur jeden Punkt der Anlage schnell finden und prüfen kann.
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Der Datapoint-Hierarchie-Baum
Die linke Seite des Datapoint-Hierarchie-Screens zeigt den vollständigen Baum aller mit SIWENOID v2 verbundenen Datapoints. Der Baum besteht aus zwei parallelen Strukturen, die unabhängig voneinander navigiert werden können:
- Physischer Baum — spiegelt die tatsächliche Hardwarestruktur der Installation wider. Die oberste Ebene enthält die physischen Container — einen pro angeschlossener Zentrale (z. B. eine Siemens Brandmeldezentrale, eine Bosch Einbruchmeldezentrale oder ein Hikvision CCTV-System). Jeder physische Container erweitert sich in den Datapoint-Baum, der aus der Konfigurationsdatei der Zentrale importiert oder online abgerufen wurde. Der physische Baum wird während des Imports automatisch erstellt und spiegelt die in der Hardware vorhandene Struktur aus Abschnitten, Zonen und Meldern wider. Er kann nicht frei umstrukturiert werden, da er die reale Hardwaretopologie abbildet.
- Logischer Baum — eine vom Benutzer definierte Organisationsstruktur, die Datapoints unabhängig von ihrer physischen Lage gruppiert. Beispielsweise können alle Melder im zweiten Stock in einem logischen Container „Floor 2“ zusammengefasst werden, auch wenn sie zu unterschiedlichen Zentralen gehören. Logische Container werden manuell erstellt. Ein Datapoint kann gleichzeitig im physischen Baum und in einem oder mehreren logischen Containern erscheinen — es handelt sich um denselben Datapoint, nicht um eine Kopie. Weitere Details siehe Logical Containers.
Durch Anklicken eines Knotens im Baum wird dieser ausgewählt und alle Informationspanels auf der rechten Seite werden entsprechend aktualisiert.
Der aktuelle Status jedes Knotens wird visuell dargestellt. Knoten mit einem nicht-normalen Status werden entsprechend ihrer Event-Kategorie farblich hervorgehoben, sodass Problemzonen im Baum sofort erkennbar sind.
Datapoint-Informationspanel
Wenn ein Datapoint im Baum ausgewählt wird, zeigt das Informationspanel vier Identifikationsmerkmale:
- 1 — Name in SIWENOID — der innerhalb der SIWENOID v2-Software vergebene Name. Ingenieure können Datapoints frei umbenennen (z. B. „Eingangstür Kontakt“ statt „Zone 01“). Dieser Name erscheint im Signal- und Ereignisprotokoll.
- 2 — Name im physischen Container — der ursprüngliche technische Name aus der angeschlossenen Zentrale oder dem Subsystem. Dieser wird direkt aus der Hardware gelesen und kann nicht verändert werden. Er dient zur eindeutigen Identifikation des physischen Punkts.
- 3 — Datapoint-Typ — der funktionale Typ gemäß Subsystem-Treiber (z. B. Zone, Melder, Ausgang, Zentrale, Schleife, Tür, Kamera). Der Typ bestimmt die verfügbaren Status und Befehle.
- 4 — Physischer Parent-Container — die Zentrale bzw. der physische Ursprung des Datapoints. Jeder Datapoint behält diesen Ursprung unabhängig von seiner logischen Zuordnung. Dadurch kann jederzeit nachvollzogen werden, aus welcher Hardware der Punkt stammt. Diese Eigenschaft wird beim Import gesetzt und kann nicht manuell geändert werden.
Status- und Behandlungs-Panel
Das Status-Panel zeigt alle möglichen Zustände (in SIWENOID v2 „Treatments“ genannt), die der ausgewählte Datapoint annehmen kann. Der aktuell aktive Status wird hervorgehoben. Befindet sich der Datapoint im Normalzustand, wird kein Status hervorgehoben — „Normal“ ist der Basiszustand und wird nicht als aktive Bedingung dargestellt.
Die verfügbaren Status hängen vom Typ und vom physischen Container des Datapoints ab:
- Ein Brandmelder kann folgende Status haben: normal, Voralarm, Alarm, Störung, ausgeschlossen, Testmodus.
- Eine Zone in einer Einbruchmeldezentrale kann folgende Status haben: normal, Alarm, Sabotage, Störung, scharf, ausgeschlossen.
- Ein Ausgangsrelais kann folgende Status haben: aus (normal), ein, Störung.
Jedes Statussymbol wird entsprechend der zugehörigen Event-Kategorie dargestellt. Diese Kategorie bestimmt Farbe und Symbol in der gesamten SIWENOID v2-Oberfläche — im Signal-Log, auf Karten und in diesem Panel. Dadurch wird eine konsistente visuelle Darstellung über alle Ansichten hinweg gewährleistet.
Befehls-Panel
Das Befehls-Panel zeigt alle Befehle, die SIWENOID v2 an den ausgewählten Datapoint oder dessen Subsystem senden kann. Befehle sind Aktionen, die über den Subsystem-Treiber an die physische Sicherheitsanlage übertragen werden und reale Änderungen an der Hardware auslösen.
Die verfügbaren Befehle hängen vom Datapoint-Typ ab:
- Ein Rauchmelder kann z. B. unterstützen: aus Überwachung ausschließen, einschließen, Alarm zurücksetzen.
- Eine Zone kann z. B. unterstützen: scharf schalten, unscharf schalten, ausschließen, einschließen.
- Ein Ausgangsrelais kann z. B. unterstützen: Ausgang aktivieren, deaktivieren.
Zum Senden eines Befehls wird das entsprechende Symbol im Panel angeklickt. Der Befehl wird sofort über den konfigurierten Treiber übertragen. Das Ergebnis wird nach Rückmeldung des Subsystems im Status des Datapoints sichtbar.
Wichtig: Befehle aus SIWENOID v2 wirken direkt auf die physische Sicherheitsanlage. Nur geschulte und autorisierte Ingenieure dürfen diese Funktionen verwenden. Alle Befehle werden im Ereignisprotokoll mit Benutzerkennung gespeichert.
Ereignishistorie pro Datapoint
Das Ereignishistorien-Panel zeigt alle Ereignisse des aktuell ausgewählten Datapoints der letzten 24 Stunden. Es handelt sich um einen automatisch gefilterten Ausschnitt des Haupt-Ereignisprotokolls.
Each row in the event history shows:
- 1 — Zeit — der exakte Zeitstempel des Ereignisses, aufgezeichnet mit einer Genauigkeit von einer Sekunde.
- 2 — Empfangener Status — der Status, in den der Datenpunkt in diesem Moment übergegangen ist (zum Beispiel: Alarm, Normalzustand, Störung).
- 3 — Quittiert von — der Name des Bedieners, der dieses Ereignis in SIWENOID v2 quittiert hat, sowie der Zeitpunkt der Quittierung. Falls das Ereignis noch nicht quittiert wurde, bleibt dieses Feld leer.
Für Ereignisse, die älter als 24 Stunden sind, verwenden Sie das Haupt-Ereignisprotokoll mit dem Datenpunktnamen als Filterkriterium.
Vollständige Übersicht des Datapoint-Hierarchie-Bildschirms
Der obige Screenshot zeigt den vollständigen Datapoint-Hierarchie-Bildschirm mit allen gleichzeitig sichtbaren Bereichen. Im normalen Engineering-Betrieb wählt der Ingenieur einen Datapoint im Baum auf der linken Seite aus, und alle vier rechten Informationsbereiche aktualisieren sich sofort, um die Informationen, Statuswerte, Befehle und aktuellen Ereignisse für diesen ausgewählten Punkt anzuzeigen. Dieser einzelne Bildschirm bietet alles, was benötigt wird, um jeden Punkt der Installation zu prüfen, zu diagnostizieren und zu steuern, ohne zwischen verschiedenen Ansichten wechseln zu müssen.
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